Freitag, 30. März 2012

Erlebbare Architekturentwürfe

Architektur wird heutzutage oft über Bilder transportiert. In Hochglanz-Renderings können die Planer ihre Entwürfe vorstellen. Das Problem dabei ist bloß, dass es sich oft um idealisierte Einzelperspektiven handelt, die letzten Endes wenig Aussagekraft haben. Mit dem Transfer architektonischer Entwürfe in die dritte Dimension gibt es nun die Möglichkeit, für alle Beteiligten anschaulicher und realitätsnäher zu agieren. U.a. an der RWTH-Aachen ist eine sog. C.A.V.E (Cave Automatic Virtual Environment) aufgebaut

Das ist im Prinzip ein begehbarer virtueller Raum, in dem das zu planende Gesamtgebäude oder auch Teile daraus quasi erlebt werden können. Vielen Besuchern, die wahrscheinlich Star Trek-Fans sind, liegt das Wort ‚Holodeck‘ auf den Lippen. Wenn ohnehin in 3D geplant wird, bedeutet es keinen Mehraufwand mit dem Auftraggeber oder auch Planungsbeteiligten konstruktive Details zu besprechen oder auch Raumeindrücke zu diskutieren. Man muss sich vor Augen führen, dass die meisten Bauherren ein oder zwei Mal in ihrem Leben bauen. Da kann man nicht verlangen, dass sie hochspezialisierte Grundrisse entziffern können müssen.

Bei Augmented Reality (erweiterte Realität) wiederum handelt es sich auch um ein virtuelles Szenario, das jedoch über die reale Situation projiziert wird. Das ist besonders interessant auf Baustellen und für den mobilen Einsatz. Die Vision ist hier, dass die Handwerker von morgen keine Pläne mehr wälzen, sondern die zu bauende Struktur am jeweiligen Ort per Tablet oder Handy eingespielt bekommen.

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