Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: „Anwenderhandbuch: Datenaustausch BIM / IFC“

Die BIM-Methode verspricht Effizienzsteigerung, Risikoverminderung und Qualitätsverbesserung in Planungsprozessen.
Alle Teile eines virtuellen Bauwerks werden in einem einzigen Modell zusammengeführt. Da häufig noch jedes Gewerk für sich alleine und mit verschiedenen Programmen plant, bleibt das Problem der übergreifenden Schnittstellen bestehen.
Bereits 2008 gab die „Industrieallianz für Interoperabilität e.V.“ ein Anwenderhandbuch für Architekten, Ingenieure, Vertreter der Bauherren und Bauämter sowie Facility Manager heraus. Es ist frei im Netz verfügbar.
Auf rund 40 Seiten des Handbuches geht es vor allem darum, Schritt für Schritt die „IFC-Schnittstelle“ und ebenso die Methodik des Building Information Modeling (BIM) zu erläutern.

Das Datenmodell „Industry Foundation Classes“ (IFC) beschreibt einen offenen BIM-Standard und ermöglicht es, zwischen verschiedenen proprietären (geschlossenen) Software-Anwendungen CAD-Daten zu tauschen und weiterzugeben. Die „IFC“ ist seit dem Release „IFC4“ ein offizieller ISO-Standard – ISO 16739:2013.
Ist die Schnittstelle in den jeweiligen Planungsprogrammen vorhanden, wird künftig eine Mehrfacherfassung von Daten vermieden und die Einsatzflexibilität erhöht. Auch herstellerspezifische Updates stellen kein Problem mehr da, denn Übernahme und Weitergabe der Informationen werden davon nicht tangiert. Es liegt auf der Hand, dass die Transparenz erhöht wird und so ganz nebenbei auch das Projekt dokumentiert.

Rund die Hälfte des Handbuches besteht aus Übersichtstabellen und Prüflisten, die den Einstieg in die Thematik erleichtern. Darüber hinaus wird erklärt, wie „IFC“ funktioniert und wie es in verschiedenen Planungsphasen seine Vorteile ausspielt.

Zehn Szenarien erläutern anschaulich, wie Export und Import von 2D/3D-Teilgewerksmodellen geschehen. Am Ende des Handbuchs ist u.a. ein technischer Anhang zu finden, in dem systemspezifische Anforderungen der jeweiligen Architektur-, Haustechnik- und Elektro-CAD-Systeme gezeigt werden.

Anwenderhandbuch: Datenaustausch BIM / IFC: http://www.buildingsmart.de/kos/WNetz?art=File.show&id=2134

Freitag, 17. Juli 2015

Spazierensehen mit Hannelore Kraft

Die amtierende Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen durchstreift derzeit Ihr Bundesland. Eine „Sommertour NRW 4.0“ führte sie auch nach Aachen und auf den RWTH Aachen Campus in Melaten. Sie wollte sich dort über den Stand der Hightechforschung unterrichten lassen. Alle Beteiligten gaben sich daher Mühe, ihr die hochkomplexen Themen verständlich zu machen.

Das war unsere große Stunde, denn genau hier sehen wir ja das Potenzial der Virtual Reality für die Architekturplanung. Viele Bauherren konnten sich mit uns in der Vergangenheit bereits einen dreidimensionalen Eindruck ihres zukünftigen Gebäudes machen und mit Frau Kraft gelang uns das auch. Sie zeigte sich begeistert von der Möglichkeit, mit der Virtual Reality-Brille „Oculus Rift“ in Architekturentwürfen „spazierensehen“ zu können.

Solche Virtual Reality Anwendungen sind eine logische Folge aus einem guten Planungsprozess mit der Methode "Building Information Modeling" - erst virtuell bauen, dann real !