Mittwoch, 18. Mai 2016

BIM im Industriebau

Die Zusammenarbeit auf dem RWTH Campus Melaten trägt Früchte, so freue ich mich ganz besonders über die Anfrage, am 2. Juni vor Studenten des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) einen begleitenden Vortrag zu halten. Er schließt sich an eine Vorlesung an, in dessen Verlauf Professor Trautz über Industriebau und Gebäudeplanung referieren wird.

Vor allem zur ersten Hälfte seiner Inhalte kann ich einiges beisteuern, denn es wird um die Planungsbeteiligten gehen und auch um äußere wie innere Einflussfaktoren im Bauprozess bzw. in Bezug auf das Gebäude.

Die idealtypische Abwicklung in neun Leistungsphasen gilt grundsätzlich auch im Fabrikbau, allerdings ist dieser durch hohe Komplexität gekennzeichnet. Komplex sind nicht nur die speziellen technischen Anlagen, sondern auch die zu berücksichtigenden Expertisen der mitunter zahlreich vertretenden Fachingenieure. Hier muss das Augenmerk auf einer möglichst störungsarmen Kommunikation liegen.

BIM ist prädestiniert, das zu leisten. Fabrikplanungs-Parameter wie Standort, Struktur (Nutzung, Prozess, Organisation etc.), System, Komponenten, Elemente und die Welt des Architekten mit Belangen wie Produktionsnetz, Werk, Gebäude, Segment, Raum, Arbeitsplatz etc. finden in einem intuitiv zugänglichen Modell ihre Plätze. Jeder am Planungsprozess Beteiligte sieht und be-greift (ganz wörtlich mit Virtual Reality) was, wann, wie, wo geschieht.

Auch künftige Wachstums- oder Schrumpfungsphasen stellen zu berücksichtigende Einflussgrößen dar. Sie finden ebenfalls mittels BIM erschöpfende sowie für alle transparente Darstellung, sodass auch ganze Nutzungszyklen von Gebäuden, Maschinen, Materialien oder Veränderungen in der Belegschaft räumlich, baulich oder monetär darstellbar werden.

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