Mittwoch, 24. August 2016

BIM trifft ABM (Additive Building Manufacturing)

Neuerungen entstehen oftmals durch die Kombination vorhandener Verfahren und Anwendungen - so geschehen jüngst an der Universität Bath. Dort zählte man fliegende Bauroboter-, Laserscanning- und 3D-Drucktechnologie zusammen und bekam dabei das "Additive Building Manufacturing" (ABM) heraus.

Fortan sollte es nach dem Forscherwillen möglich sein, dass Flugdrohnenkollektive beliebige Gelände überfliegen, abtasten, im Anschluss selbstständig ein digitales Gebäudedatenmodell (BIM) erstellen und Bauteile oder auch komplette Unterkünfte ausdrucken.

Architekten können (noch?) ruhig Blut bewahren, denn solcher Einsatz ist derzeit nur für Katastrophenszenarien sinnvoll. So spielen weder Behaglichkeit noch Ästhetik Rollen für die Baudrohnen. Vielmehr geht es beim ABM um Grundsätzliches, also Ingenieurkonstruktionen oder schnell bezugsfertige Rettungskapseln.

Als bloße Science Fiction sollte ABM aber nicht abgetan werden. Beindruckende Beispiele für Baudrohnen finden sich auch bei der ETH Zürich. Das "Institut für Robotik und Intelligente Systeme" lies z. B. Roboter mittels Seilen eine Hängebrücke herstellen. Faszinierend und ein bisschen beängstigend gleichzeitig ist es auch, die fliegenden Blechkameraden beim Aufmauen zu beobachten. Ein Projekt, das die Hochschule seinerzeit mit "Gramazio & Kohler" und "Raffaello d'Andrea" realisierte.

Links:
Mauer: https://vimeo.com/33713231
Seilbrücke: https://m.youtube.com/watch?v=rgOb8AdFnQU

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