Mittwoch, 2. November 2016

BIM-Potential für das Facility Management

Marko Bussat vertrat bei der „BIMcon 2016“ die Firma „Bauakademie“ aus Berlin. Er hielt einen detailreichen Vortrag über die Anforderungen, die das Facility Management (FM) an die BIM-Methodik stellt.

Zunächst klärte der Referent, dass es neben einer Immobilien- auch eine Bewirtschaftungsstrategie gibt und beide wiederum in jeweilige Unternehmensziele eingebettet sind. 10-15 % der Gebäudekosten würden über dessen Errichtung entstehen und 80 % aller Aufwendungen im laufenden Betrieb. Hier sei eine Kurskorrektur angebracht, denn BIM konzentriere sich bislang fast nur auf das Modellieren und nicht auf die Nutzungsbelange.

Die Grundsätze der Immobilienbewirtschaftung wurden im Anschluss in den Schritten Risikosteuerung im Lebenszyklus und Wege der Immobilienrenditen besprochen. Bussat ging in der Folge auf die Schnittstellen ein, die das FM braucht. So seien die hauptsächlich abzubildenden Themen: Support- und Objekt-Management, Dienstleistungssteuerung und die sog. Facility Services.

Das zweite Drittel der Redezeit nahm die Vorstellung eines „Baumonitors“ ein, der einzelne Maßnahmen überwachen helfe, aber auch die Gesamtübersicht gewährleiste. Tagesaktuelle Kosten, Finanzierungsunter- oder -überdeckungen und außerplanmäßige Bedarfe seien abbildbar. Die Dokumentenverwaltung und damit im Zusammenhang die Beschleunigung von Genehmigungsprozessen falle leichter. Einige Fallbeispiele halfen gegen Ende dieses Blockes, die komplexen Inhalte nachzuvollziehen.

Nachfragen gab es reichlich. Hier die wichtigsten Antworten. Die durchgängige (!) Berücksichtigung von FM-Belangen während der Planungsphase sei wichtig. Der Aktualität von Informationen und deren Referenzierung bzw. Verknüpfung komme hohe Bedeutung bei. Das Facility Management müsse noch stärker in das Bewusstsein der Bauherren gelangen. Das könne geschehen, wenn FM Teil der Gebäudezertifizierung würde. Gängige Schnittstellen von FM und BIM seien derzeit in der Entwicklung oder auch Datenbanklösungen in der Erprobung.

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