Dienstag, 2. Oktober 2018

Bitte recht freundlich: Mensch-Maschine-Schnittstellen


Die Industrie 4.0 lebt von weitgehender Automatisierung bzw. Digitalisierung der Produktion. Stellt der Bediener bzw. Nutzer nun aber eine Art Bremse bzw. Fehlerquelle innerhalb der hocheffizienten Prozesse dar oder kann er gar eine wertvolle Hilfe sein?

Sicherlich eine Gretchenfrage oder zumindest ein Spannungsfeld. Zweierlei dürfte diesbezüglich einleuchten: Der Mensch kann und soll nicht vollständig ersetzt werden und der Schnittstelle von Mensch und Maschine kommt hohe Bedeutung bei.

Wie stellt sich eine gute Mensch-Maschine-Schittstelle dar? Es kommt darauf an, was in einem bestimmten Prozess für Sachverhalte dargestellt, entschieden oder kontrolliert werden müssen. Eine vorangehende Analyse ist also unabdingbar und ein anschließendes Maßschneidern der Anforderungen.

Es kommt auch darauf an, welche Nutzer zu erwarten sind. Ein Fachmann kommt mit spezifischen Informationen zurecht, während ein fremder Bediener scheitert. Weiter ist der intuitive Zugang wichtig und hier stütze ich mich auch auch auf ästhetische Prämissen.

Wir Wissenschaftler und Ingenieure sind es gewohnt, in abstrakten Zusammenhängen, Schemata, Zahlen, Kurven und Tabellen zu denken. Der Mensch ist aber mehr als sein Verstand. Dass die Verpackung ebenso wichtig ist wie der Inhalt, leuchtet uns im Alltag ein - warum sollte eine Mensch-Maschine-Schnittstelle uns nicht auch Spaß machen dürfen?

Wir bei formitas haben eine Menge Architekten im Team, die gleichermaßen generalistisch wie ästhetisch arbeiten. Ton, Bild, Proportionen und Farben sind daher in unseren Daten- und Prozessvisualisierung selbstverständliche Größen und auch die Werkzeuge der Virtual- bzw. Augmented Reality helfen uns, intuitive Zugänge in die Welt der Industrie 4.0 zu modellieren.

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