Donnerstag, 29. November 2018

BIM und Change Management. Teil 1.

Es sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit Building Information Modeling funktioniert. Zur Erinnerung: BIM ist eine Methode und keine Software! Die meisten BIM-Neulinge müssen einen Wandelprozess durchlaufen. Als hilfreich hierzu haben sich systemische Ansätze erwiesen.

Der Vorteil der systemischen Beratung ist, dass es klare Parameter gibt, die zunächst gefunden und später optimiert werden können. Man weiß also, was man tut. Sollte sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellen, kann man an Stellschrauben drehen. Was sich hier vielleicht mechanistisch und menschenfern anhört, ist es nur auf den ersten Blick.

Ein Individuum bewegt sich zumeist in Kontexten. Ein Architekturbüro kann ebenfalls als spezieller Kontext beschrieben werden. Es kooperiert und koordiniert dazu intern bestimmte Leistungen. Das Büro erscheint damit auch als formalisiertes soziales System, das aus Stellen, Kommunikationen, Regeln und einer Grenze zur Umwelt besteht.

Die Büroleitung, respektive das Management, hat nun die Aufgabe, eine Strategie in eine organisierte Kooperation umzusetzen, damit die speziellen Leistungen entstehen. Die Bürostruktur wiederum reagiert simultan mittels Kommunikationswegen, diversen Anlaufstellen bzw. Betriebsfunktionen. Die Stimmung, Atmosphäre, der Geist lassen sich unter „Kultur“ summieren. Sie ist es auch, die latente, formale und informelle Regeln erlässt, anwendet und selbstverständlich auch auf das Management einwirkt.

Soll nun Veränderung passieren, muss sich dieses Geflecht in Gänze (!) bewegen. Ein Prozess, der neben harter Analyse auch viel Fingerspitzengefühl und Intuition erfordert. Was können nun Veränderungen sein? Personalgewinnung, Kompetenzerhöhung, Organisationsänderungen, gesetzliche Rahmenbedingungen, neuartige Kunden bzw. Projekte und natürlich auch Wandel der Arbeitsanforderungen.

Womit wir beim Thema wären: die Etablierung von Building Information Modeling als neuer Methode. Soll die Einführung klappen, braucht es einen geplanten Wandel, der die gesamte (!) Organisation umfasst. Einen Wandel, der ganzheitlich wie systematisch die o.g. Felder Strategie, Struktur und Kultur mit professionellen Methoden bearbeitet und relevante Mitarbeiter dabei einbezieht.

Fortsetzung folgt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen